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StartDigitalesMessenger für Behörden

Messenger für Behörden

(BS) Mit der Zulassung des Messengerdienstes Wire Bund für die Verarbeitung und Übermittlung von Informationen der Geheimhaltungsstufe „VS-NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH“ (VS-NfD) hat das Bundesamt für Sicherheit (BSI) in der Informationstechnik einen wichtigen Schritt für die sichere digitale Kommunikation in der Bundesverwaltung vollzogen.

Künftig dürfen damit auch schutzbedürftige, aber nicht hochklassifizierte Daten über den Dienst ausgetauscht werden, was bislang nur eingeschränkt möglich war und häufig auf weniger integrierte Kommunikationswege ausweichen ließ.

Hintergrund der Entscheidung ist ein umfangreiches Prüfverfahren, bei dem Wire Bund nachweisen musste, dass zentrale Anforderungen an Verschlüsselung, Authentifizierung und Systemarchitektur erfüllt werden. Ziel ist es, Kommunikationslösungen bereitzustellen, die innerhalb staatlicher Infrastrukturen betrieben werden können und gleichzeitig den strengen Sicherheitsvorgaben des Bundes genügen. Mit der Freigabe etabliert sich Wire Bund damit als Bestandteil eines sicheren Kommunikationslayers für Behörden, der den Austausch sensibler Informationen direkt innerhalb der eigenen IT-Umgebungen ermöglicht.

Vertrauen in Kommunikation schaffen

Die Einstufung „VS-NfD“ markiert zwar die niedrigste Stufe von Verschlusssachen, erfordert jedoch dennoch ein hohes Schutzniveau, da ein unbefugter Zugriff staatliche Interessen beeinträchtigen kann. Entsprechend ordnet das BSI die Entscheidung auch in einen größeren strategischen Kontext ein: „Wir müssen in Deutschland digital erfolgreich sein, um digitaler Souveränität näher zu kommen“, betont Günther Welsch, Abteilungsleiter für Verschlusssachensicherheit und Kryptographie. Voraussetzung dafür seien Lösungen, „die die BSI-Anforderungen an Sicherheit, Verschlüsselung und Authentifizierung erfüllen“ und so die Grundlage für vertrauenswürdige staatliche Kommunikation schaffen.

Strategisch ist die Entscheidung auch als Signal für den Markt zu verstehen, da sie verdeutlicht, welche technologischen und organisatorischen Voraussetzungen Anbieter erfüllen müssen, um im behördlichen Umfeld eingesetzt zu werden. Welsch hebt in diesem Zusammenhang hervor, dass man „auf Anbieter angewiesen“ sei, die diese Anforderungen erfüllen, und begrüßt Wire ausdrücklich „im Kreise dieser Anbieter“. Die Zulassung ist zunächst bis Ende 2028 befristet und unterliegt regelmäßigen Überprüfungen, unter anderem mit Blick auf zukünftige Anforderungen wie den Einsatz post-quantenresistenter Kryptographie, wodurch sichergestellt werden soll, dass die Sicherheitsstandards auch langfristig auf dem aktuellen Stand bleiben.

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